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Geschichte
Jüdisches Leben in Stadtschlaining
Seit dem 14. Jahrhundert ist die Ansiedlung jüdischer Bevölkerung im Burgenland nachweisbar. Ab 1671 wurden Juden aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich vertrieben und unter anderem in Stadtschlaining aufgenommen. Sie unterlagen rechtlichen Einschränkungen, dienten aber dem Adel als wirtschaftlicher Vorteil.
Die ersten Spuren jüdischen Lebens in Stadtschlaining stammen aus dem Jahr 1675. Ab 1715 stand der Gemeinde ein Gebetsraum zur Verfügung. Die Familien lebten in von der Herrschaft vermieteten Häusern, z. B. am Hauptplatz Nr. 12.
Im 18. Jahrhundert wuchs die Gemeinde stark – 1848 lebten 650 Jüdinnen und Juden im Ort, viele als Lumpensammler, Hausierer oder Handwerker. Nach 1848 wanderten viele durch die beginnende Gleichstellung in Städte wie Wien oder Budapest aus. 1895 waren es noch rund 150 jüdische EinwohnerInnen.
Das 20. Jahrhundert
1923 zählte die Gemeinde nur noch 60 Mitglieder, 1934 nur 19. Der letzte Rabbiner verließ den Ort. Nach dem "Anschluss" 1938 wurden jüdische Geschäfte beschlagnahmt und BewohnerInnen vertrieben. Zeitzeugen berichten von Hausdurchsuchungen – aber auch von Solidarität im Ort.
Die ehemalige Synagoge
Das Gebäude diente bis 1938 als Synagoge und verfiel danach. 1987/88 wurde es renoviert und beherbergt seit 2021 eine Ausstellung. Es war religiöses Zentrum der Gemeinde – mit Thoraschrein, Emporen, Lesepult, täglichem Gebet und Tora-Lesung.
Die Architektur erinnert an den zerstörten Tempel in Jerusalem. Das Ensemble mit Rabbinerhaus ist das einzige erhaltene seiner Art im Burgenland.
Die jüdische Volksschule
Ab 1852 bestand die jüdische Schule im „Feyerabendhaus“ am Hauptplatz Nr. 3. Sie umfasste auch die Rabbinerwohnung. Über 150 Kinder wurden in Fächern wie Deutsch, Hebräisch, Religion, Geschichte und Geografie unterrichtet.
Der Unterricht fand von Sonntag bis Freitag statt, Dienstag Nachmittag und Sabbat waren frei. Ein Schulbetrieb bestand vermutlich bis in die 1920er Jahre.
Die koschere Fleischbank
Zwischen Rabbinerhaus und Synagoge befand sich die koschere Fleischbank. Nach jüdischem Gesetz musste Fleisch rituell geschlachtet werden – durch einen speziell ausgebildeten Schächter mit einem einzigen, präzisen Schnitt. So sollte ein möglichst leidfreies Ausbluten ermöglicht werden.
Historische Eindrücke
Einblick in das jüdische Leben
Die Lange Gasse in den 1930ern
Die Burg Schlaining, historischer Kontext
Zeitzeugen
Zeitzeugenberichte, Zitate und Videos, die die jüdische Geschichte Stadtschlainings lebendig machen.
Amy Trattner
Fluk
Glavanivits
Glavanovits
Greller Johann 1925
Maria Bleyer
Maria Igler
Ostermann 1927
Schmied
Sifkovits Ottilie geb. Russ 13-1-1929
Veronika Fichtner
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Baumkircher Gasse 1
7461 Stadtschlaining
Österreich
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